3 Tage, um die Emotionen des großen Vulkans dank einer Tour zu erleben, bei der die faszinierendsten Grotten erkundet werden: Grotta del Gelo, Grotta della Neve, Grotta delle Palombe und Grotta dei Lamponi.

1. Tag: Zafferana / S. Alfio

Abfahrt zur Grotta della Neve (Schneegrotte). Die Grotte befindet sich in der Gemeinde Sant'Alfio, im Ortsteil Piano delle Donne, an der nordöstlichen Seite des Vulkans auf einer Höhe von 1545 Metern. Es handelt sich um einen Lavatunnel, dessen Besonderheit in seinem früheren Verwendungszeck liegt. Die natürliche Gestalt der Grotte wurde verändert, um den Tunnel in ein Schneelager zu verwandeln. Schneelager waren in der Vergangenheit keine Seltenheit auf dem Vulkan, da der Verkauf von Schnee eine Einkommensquelle für die Einheimischen bildete, vor allem in feingestoßener Form.

2. Tag: Linguaglossa

Abfahrt zur Grotta delle Palombe (Taubengrotte) und zur Grotta dei Lamponi (Himbeergrotte). Die Tour beginnt an der Hütte Brunek und führt von dort zu einer zweiten Hütte, die unter dem Namen Caserma Pitarrona bekannt ist. Hier kann man unter Kiefern, Lärchen und Eichen eine kurze Rast einlegen. Geht man den bei der Caserma Pitarrona eingeschlagenen Pfad weiter, gelangt man nach ca. 2 km zur Grotta delle Palombe. Der Zugangsweg zur Grotte ist etwas mühsam, da der Untergrund aufgrund von Moos, Flechten und ständiger Feuchtigkeit rutschig ist. Die Grotte weist einen großen Innenraum auf, der Einstieg ist aber angesichts der zahlreichen Einstürze schwierig. Die Gesamtlänge der Grotte beträgt ca. 200 m.

Geht man auf dem Hauptpfad ca. 1 km weiter, erreicht man den Eingang zur Grotta dei Lamponi. Diese Grotte im Ort Lave del Passo dei Dammusi gehört zu den größten Grotten des Ätna und besteht aus mehreren, verschieden großen Räumen, die alle miteinander verbunden sind.

Zwei Einstiege erlauben einen ziemlich sicheren Zugang. Die Grotte ist ca. 800 m lang, der Höhenunterschied beträgt weniger als 75 m. An den Öffnungen, die durch Einstürze entstanden sind, sammeln sich in den Wintermonaten große Mengen Schnee an, die sich bis zu den ersten Sommermonaten halten, wenn an der Oberfläche schon der Farn austreibt. Besonders beeindruckend ist die Grotte im Frühling, wenn noch Eisstalaktiten von ihrem Gewölbe herabhängen.

3. Tag: Randazzo

Abfahrt in Richtung Randazzo zur Grotta del Gelo (Eisgrotte), der Vulkanhöhle des Ätna, die vor Ort und weltweit am bekanntesten ist. Ihre Berühmtheit verdankt sie dem Eis, das sich seit mehr als 300 Jahren im Inneren ablagert. Bis vor wenigen Jahrzehnten war die Grotte vor allem unter Schäfern bekannt, die ihre Herden zur Tränke hierher führten. Seit den 70er-Jahren ist die Grotte zum Ziel von Tausenden von Wanderern und Ausflüglern geworden, die sie unbedingt einmal im Leben besichtigen möchten. Der Einstieg zu der in der "Zone A" des Naturschutzgebiets Parco dell'Etna liegenden Grotte befindet sich auf 2030 Meter Höhe, an der Nordwestseite des Ätna, auf dem Lavafeld "Sciara del Follone".