Die in der archäologischen Abteilung des Stadtmuseums von Maletto ausgestellten Fundstücke stammen von den seit 1987 von der archäologischen Aufsichtsbehörde von Catania ausgeführten Ausgrabungen, von den von der Durham University in Zusammenarbeit mit oben genannter Behörde vorgenommenen Oberflächenerkundungen und von verschiedenen Fundorten im Gebiet. Die ältesten Zeugnisse menschlicher Präsenz in diesem Gebiet gehen auf das Ende des 6. Jahrtausend v.Chr. zurück, wie der Fund von Keramikscherben beweist, die dem Mittelneolithikum zuzuschreiben sind. Das Gebiet, in dem zuvor wohl die einheimische Bevölkerung um die Ausgrabungsstätte Mendolito, in der Nähe der Stadt Adrano, wohnte, fiel dann unter die Hegemonie von Syrakus. Auf diese Zeit gehen eine Reihe von rechteckigen Behausungen griechischer Art zurück, umgeben von großen Steineinfriedungen, deren Zweck noch ungeklärt ist. Gegen Ende der Jungsteinzeit wurden die menschlichen Spuren zahlreicher und waren nicht nur auf Höhlen beschränkt, wie einige Gräber aus jener Zeit beweisen, die in der Gegend von Balze Soprane während Bauarbeiten für eine Erdgas-Pipeline entdeckt wurden. Die oben genannten Funde bestätigen eine verbreitete menschliche Präsenz zwischen der späten Kupferzeit und der frühen Bronzezeit.