Sieben Lavaströme und der Stab des Hl. Ägidius


Noch heute wird erzählt, Linguaglossa sei auf sieben Lavaströmen erbaut worden und der Hl. Ägidius habe mit Bischofsmütze auf dem Haupt und Feuerstab in der Hand den Lavastrom angehalten und dadurch die Bewohner von Linguaglossa gerettet.

Glauben Sie nicht daran, können Sie die herrliche Kirche Chiesa di Sant’Egidio Abate besuchen und im Kloster der Dominikanermönche oder im Kapuzinerkloster danach fragen.

Linguaglossa, ein wichtiger Ort für die Beobachtung des Ätna und einer der Ausgangspunkte für den Aufstieg auf den Vulkan, ist Sitz der Bergführer des Italienischen Alpenvereins. Von hier starten Fußwanderungen, Ausflüge zu Pferd und mit dem Fahrrad sowie geführte Besichtigungen mit dem Shuttlebus und Naturerkundungen, ebenso können Informationen zu den Naturlehrpfaden eingeholt werden. Hier ist es möglich, Bergsport, Trekking, Orienteering und Höhlenkunde zu betreiben. Im gesamten Gebiet und bis zu den Abhängen des Ätna befinden sich Hütten, Campingplätze und Hotels, um am Berg oder besser gesagt am Vulkan höchste Gastlichkeit zu bieten!

Unter den tausend Dingen, die man in Linguaglossa unternehmen kann, sollte man keinesfalls versäumen, einen Spaziergang durch den Wald der Gemeindedomäne Ragabo zu machen, 2.000 vollständig im Naturschutzgebiet Parco dell’Etna gelegene Hektar Land. Hier kann man auch eine wunderschöne, jahrhundertealte Korsische Schwarzkiefer bewundern, die von den Einheimischen “zappinazzu” genannt wird.

Im Zentrum von Linguaglossa laden viele Kirchen von künstlerischem Interesse zur Besichtigung ein: Die Chiesa dei Santi Antonio e Vito, die Chiesa del Carmine, die Chiesa dell’Annunziata, die Chiesa delle Anime Sante, die Chiesa di San Francesco di Paola, den Duomo di Santa Maria delle Grazie und die Chiesa Madre mit der Piazza della Matrice.

Sehenswert sind auch die Statue Madonnina della Pineta, das ethnografische Museum und die städtische Pinakothek, die Villa dei Vespri Siciliani und die Villa Milana.